Wie nutze ich meine Lebenszeit?

Anfang des Jahres 2016 habe ich mir überlegt, was ich in diesem Jahr gerne erreichen möchte. Als ich über mein Leben nachgedacht habe, wurde mir klar, dass es zwei Bereiche in meinem Leben gibt, für die ich mir schön lange eine Veränderung wünsche.

Wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich bis vor kurzem immer wieder Ausreden, wieso ich mich nicht auch noch um diese Themen bzw. Bereiche meines Lebens kümmern konnte. Gerne habe ich mir dann aufgezählt, wieso es nicht geht und wieso ich das nicht auch noch „unterbringe“. Meine Lieblingsausrede war: „Ich habe keine Zeit.“ Und wie wir Menschen das dann machen, habe ich mir das wieder richtig schön suggeriert, so lange bis ich es selber geglaubt habe. Ja, Selbsthypnose funktioniert, das merken wir alle tagtäglich, wenn wir uns in unsere Dinge hineinreden, oder?!

Damit sollte endlich Schluss sein. So habe ich Anfang Januar 2016 beschlossen, mich coachen zu lassen, um meine Wünsche in den beiden Bereichen endlich zu erreichen. Obwohl ich schon sehr lange an mir arbeite und immer wieder viele Dinge dazu lernen, wollte ich mal wieder mit Hilfe eines neutralen und liebvollen Blicks von aussen die Dinge anpacken.

Als ich in den Coaching Prozess einstieg,  waren einer der ersten Fragen und Impulse sinngemäss: Bitte schaue Dich einmal aus dem Blickwinkel der Vergänglichkeit an. Aus der Perspektive betrachtet, kannst Du Deine Lebenszeit als vergänglich, wirklich wertvoll und wichtig ansehen. Deshalb also die Frage:  wie nutzt Du jetzt Deine Lebenszeit?

Ups, das sass! Obwohl ich mir eingebildet hatte, dass ich meine Zeit gut nutze, stellte ich fest, dass ich an der einen oder anderen Stelle, meine Zeit verschwendet, vergeudet oder totgeschlagen habe. Und an anderen Stellen habe ich zu lange gewartet....

Seitdem mir das noch einmal tiefer deutlich geworden ist, dass meine Zeit wirklich kostbar ist und jeder Tag zählt, habe ich angefangen nooooch bewusster hinzuschauen. Seitdem ich das tue, habe ich an vielen Tagen das Gefühl, mehr Zeit zu haben, was für ein paradoxes Phänomen!

Ein Resultat aus dieser Bewusstwerdung war und ist, z.B. dass ich meinen Fernsehkonsum, der sowieso gering war, noch mehr reduziert habe. Des Weiteren spüre ich immer wieder – auch während des Tages – wie etwas gerade für mich ist und wie ich mich bei bestimmten Tätigkeiten, mit bestimmten Menschen etc. wirklich, ehrlich fühle.

Auch in den beiden Bereichen meines Lebens, für die ich mir schon so lange eine Änderung gewünscht hatte, habe ich schon einiges in die gewünschte Richtung bewegt. Meine Devise in dem Veränderungsprozess ist: Schritt für Schritt weitergehen, dranbleiben und mich dabei liebevoll begleiten und begleiten lassen.

Jetzt geht es um Dich!

Jetzt einmal Hand auf’s Herz: geht es Dir auch manchmal so, dass Du die Dinge, die Du Dir vorgenommen hast, manchmal nicht so hinbekommst wie Du es gerne möchtest? Oder, dass Du gar nicht anfängst ein Ziel zu definieren oder die ersten Schritte zu gehen?

Hier sind einige Fragen, die Dich vielleicht unterstützen oder inspirieren, damit Du (mehr von dem) bekommst, was Du möchtest.

Hilfreiche Fragen

Sei ehrlich zu Dir selber

  • Wie nutzt Du Deine Lebenszeit?
  • Welche Lieblingsausrede hast Du in der Vergangenheit benützt, um die Veränderung, die Du Dir wünscht, nicht an zu packen?
  • Wie lange willst Du Deiner Ausrede noch zuhören?

Halten inne und frage Dich:

  • In welchem Bereich Deines Lebens wünscht Du Dir eine wirkliche Veränderung?
  • Was wünscht Du Dir konkret?  - - Erlaube  Dir, Dein Ziel wie ein ganz grosse Bild zu malen, hier eine grosse Vision zu entwickeln, viel grösser, als Du es Dir jemals vorgestellt hast.
  • Überlege Dir in dem Kontext auch: 
 Was würde ich tun, wenn ich nur noch zwei Jahre zu leben hätte und bei meinen Überlegungen keine Rücksicht auf Partner/ Partnerin bzw. Familie nehmen müsste?
  • Was ist mein grösstes Hindernis für das Erreichen der Vision/ des Wunsches?


  • Was sind besondere Fähigkeiten, Kräfte und Ressourcen, die mich beim Erreichen der Vision/ des Wunsches unterstützen könnten?

  • Brauchst Du Unterstützung, um das Ziel zu erreichen?
  • Falls ja, wen möchtest Du mit ins Boot holen? Bzw. Wer könnte mich beim Erreichen der Vision/ des Wunsches unterstützen? 


Und Action:

  • Wenn Du Dir Dein Ziel noch einmal anschaust: Wie könnte der erste Schritt aussehen

Worauf wartest Du? Wann fängst Du an?

Schlusswort

Hier kommt noch ein wunderbares Schlusswort vom Dalai Lama. Er sagte einmal: "Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man so gar nichts tun kann: der eine heißt gestern, der andere heißt morgen; also ist heute der richtige Tag um zu lieben, zu glauben, zu handeln und vor allem zu leben." In dem Sinne wünsche ich Dir einen erfüllten Tag. Pack’ es an, sei es Dir wert!

Text: Cordula Mezias, Bildnachweis: iStock_000011678217