Ausmisten als konkretes Werkzeug der Persönlichkeitsentwicklung

Vor einigen Jahren las ich das geniale Buch „Feng shui gegen das Gerümpel des Alltags“ vorn Karen Kingston. Nach 30 Seiten Lektüre packte mich eine Entrümpelungs- und Ausmistwelle, nach der ich mich sehr erleichtert und um einiges an alten Kram leichter fühlte. Seitdem ich das Buch gelesen habe, bin ich 9 Mal umgezogen, was den Vorteil hatte, dass ich diese Möglichkeiten immer wieder genutzt habe, um alten Ballast hinter mir zu lassen.

Wie Ausmisten und Persönlichkeitsentwicklung zusammen passt

Jetzt fragen Sie sich vielleicht, was das mit dem Thema „Persönlichkeitsentwicklung“ zu tun hat? Ich erzähle es Ihnen gerne. Mir ist beim Sortieren und Wegwerfen immer wieder klar geworden, welche Dinge mir jetzt noch entsprechen und was ich nur aus Gewohnheit oder falscher Motivation mit mir herumschleppe.

Loslassen, sich innerlich neu sortieren und sich dem zu öffnen, was uns jetzt entspricht, ist ein wichtiger Teil der Arbeit, den ich mit meinen Klienten mache. Demzufolge finde ich es sehr hilfreich, immer mal wieder in meinem Leben auszumisten, um selber nicht zu viel Ballast mit mir herum zu tragen...

Fazit

Durch ausmisten lernen wir u.a. loszulassen, Altes hinter uns zu lassen, Entscheidungen zu treffen, Veränderung bewusst zu leben, Prioritäten zu setzen und Raum für Neues zu schaffen. Zudem spiegelt eine äussere Ordnung auch unsere innere Ordnung wider.

Entscheidungshilfen

Falls Ihnen bei manchen Dingen die Entscheidung schwerfällt, können Sie sich die folgenden Fragen stellen:

  • Wann habe ich diesen Gegenstand / Buch / Kleidungsstück das letzte Mal in der Hand gehabt/verwendet?
    => Dinge, die Sie länger als 1 Jahr nicht mehr angeschaut oder verwendet haben, können Sie getrost wegwerfen oder verschenken.
  • Was für eine Stimmung bekomme ich, wenn ich diesen Gegenstand / Buch / Kleidungsstück anschaue?
    => Ist das unterstützend, freudvoll oder zieht es mich eher herunter, weil vielleicht unliebsame Erinnerungen daran hängen? Behalte ich etwas, z.B. ein Geschenk von Tante Anna, nur aus Pietät, obwohl ich es scheusslich finde?
  • Entspricht mir dieser Gegenstand / Buch / Kleidungsstück jetzt noch?

Eins, zwei, drei, los - jetzt geht es um die Praxis!

Worauf warten Sie? Misten Sie doch mal wieder aus, jetzt kurz vor dem neuen Jahr ist ein toller Zeitpunkt, um damit anzufangen. Dabei ist es besser, jeden Tag z.B. 10 Minuten dafür einzuplanen, um so eine gute Angewohnheit zu schaffen, als darauf zu warten, bis man einen ganzen Tag Zeit dafür hat.  

 

© 2013 text by Cordula Mezias. Das Copyright und die kommerzielle Nutzung des hier veröffentlichten Textes verbleiben bei der Autorin. Bild: iStock_000011437213